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Die Vergangenheit unserer Stadt

Rund um unser heutiges Tessin weisen noch viele alte Zeitzeugen auf eine lange Siedlungsgeschichte in unserem Gebiet hin.
Dazu zählen vor allem die Hühnen- und Hügelgräber, aber auch slavische Burgwälle bis hin zu den oft aus Feldsteinen errichteten Dorfkirchen aus dem 13. Jahrhundert. Hier siedelten Germanen, dann die Slaven (Wenden), bis sich der Neustamm der Mecklenburger bildete. Im Zuge der Völkerwanderung zogen germanische Stämme in westlich gelegene Gebiete ab.
Mit der Einwanderung der Wenden, besonders im 7. Jahrhundert, entstand auch in Tessin eine Burg. Diese erhielt ihren Namen nach ihrem Gründer "TESA". Bereits 1121 wird die wendische Burg Tessyn erstmals urkundlich erwähnt. Aus dem slavischen übertragen bedeutet der Name Tessin: "Ort des kühnen Kriegers". Nachdem die Wenden in langdauernden Kämpfen im Jahr 1160 endgültig unterlegen waren, siedelten auch die letzten Bewohner der ehemaligen Burg in das Tessiner Umland. Viele Orte um Tessin tragen daher meist wendische Namen wie: Vilz - Ort der Vil-Zauberin, Kowalz - Schmiedeort, Goritz - Hügelort, Sanitz - Hasenort, Cammin - Steinort, Zarnewanz - Ort des Schwarzbart, Dörfer wie Wehnendorf, Wendorf oder Wendfeld waren ebenfalls reine Wendendörfer.
Die wendische Burg wurde aufgegeben und zerfiel. Die Stelle an der sie stand wird auf neuzeitlichen Karten als "Die alte Burg" bezeichnet und noch heute "Olle Borg" genannt. Die nachfolgenden Deutsche errichteten unter Heinrich Borwin I. auf dem heutigen Mühlenberg (1209 - 1215) eine deutsche Burg. Der Name Tessin blieb dadurch erhalten. Durch seine Grenzlage zwischen dem damaligen Kessiner Land ( ab 1227 zu Land Rostock) und dem pommerschen Cirzipanien blieb der Ort Tessin weiter interessant. Wer das Recknitztal querte, hatte bis 1333 eine Zoll zu zahelen. Die damaligen Verbindungen der Klöster Doberan und Dargun führten ebenfalls über Tessin. Im Schutz der Burg siedelten sich die ersten Deutschen, vor allem Kaufleute und Handwerker an. Von allen Erwerbszweigen war in Tessin das Handwerk am häufigsten vertreten. Bis 1540 war die Stadt Tessin Hauport der Vogtei, der unter anderem umliegende Dörfer wie Bandelsdorf, Schlange, Sanitz oder auch Groß Lüsewitz angehörten. Bereits im Jahr 1321 hatte Tessin das Stadtrecht erhalten und wie es (nach Milde) heißt, mit Wappen und Siegel Hand in Hand".

Die fertiggestellte Stadtchronik der Stadt Tessin ist in der Bibliothek einzusehen

 
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